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Wohnhaus, Schindelgasse 9

Wohnhaus Schindelgasse Fürth (Fotos: Susa Schneider Fürth)

Die Schindelgasse beeindruckt durch ihr einzigartiges Straßenbild aus zwei eigenständigen Straßenteilen und besitzt besonders viele interessante Baudenkmäler und Geschichten. Die Schindelgasse 9 war lange Zeit im Besitz von Schlossermeistern.

Dreigeschossiges Wohnhaus, Erdgeschoß massiv und verputzt, darüber Fackwerk verschiefert, Ende 17. Jahrhundert.

Der malerisch-freistehende Wohnhauskomplex wird schon um 1700 in der noch heute bestehenden Form beschieben als große Behausung mit Schlosserwerkstatt.

Zitiert nach: Heinrich Habel, Denkmäler in Bayern - Band 61 Stadt Fürth, Karl M. Lipp Verlag München 1994

Woher kam der Schiefer für die Fassaden und welche besondere Bautradition steckte dahinter? In der Gustavstraße wurde gerade wieder ein Haus mit einer neuen Schieferfassade versehen, eine (alte) Herausforderung an die heutigen Handwerker.

Verschieferung. 1854 ließ sich der erste Schieferdeckermeister in Fürth nieder, er hatte in seiner Heimat Erbach im Taunus die Steindeckerei und das Stukkaturen gelernt. 1866 gab es einen weiteren zugelassenen Schieferdecker. Vorher waren nur selten Schiefer-Dachdeckungen oder Hausverkleidungen in Fürth ausgeführt worden.

Zitiert nach: Adolf Schwammberger, Fürth von A bis Z, Selbstverlag der Stadt Fürth o.J.

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