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Auferstehungskirche, Nürnberger Str. 15

Auferstehungskirche Fürth (Fotos: Susa Schneider Fürth)

Anstatt eines Kapellenbaus, auf dem von 1802-1894 benutzen Friedhof, entschloss sich der Magistrat 1824 für eine zweite große Stadtkirche nach Plänen von Johann Brüger.

Zitiert nach: Heinrich Habel, Denkmäler in Bayern - Band 61 Stadt Fürth, Karl M. Lipp Verlag München 1994

Jackpot - Die Historikerin Barbara Ohm zum Kirchenturmbau in Fürth

Die beiden klassizistischen Kirchen in Fürth, die Kirche „Zu Unserer Lieben Frau“ (1824/28) und die Auferstehungskirche (1825/26) wurden nicht nur zur selben Zeit erbaut, sondern auch vom selben Architekten entworfen. Deshalb sehen sie sich sehr ähnlich. Der Hauptunterschied liegt in den Türmen. Der Turm der Auferstehungskirche ist höher und sieht deshalb schlanker und eleganter aus als der von Unserer Lieben Frau. Außerdem besitzt er eine Galerie, an der vorne das Fürther Kleeblattwappen und an den Seiten Medaillons mit den Initialen JLB und MB angebracht sind. Wie es dazu kam, erzählt folgende kleine Geschichte:

Auch damals gab es schon Lotterien. Der Fürther Kaufmann Johann Leonhard Büttner knackte sozusagen den Jackpot und machte den unglaublichen Gewinn von 130.000 Gulden. Sie entsprachen dem Betrag, den bald darauf der Bau der Ludwigseisenbahn, der ersten deutschen Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth, kostete.
Johann Leonhard Büttner und seine Frau Margarethe waren gute evangelische Christen, deshalb machten sie von ihrem Gewinn viele Stiftungen, u. a. für St. Michael, für die katholische (!) Kirche „Zu Unserer Lieben Frau“ und auch für die Auferstehungskirche. Ihr Turm bekam nun ein weiteres Geschoss für die ebenfalls gestiftete Glocke und eine Galerie, an der zum Dank die Medaillons mit den Initialen der Stifternamen angebracht wurden.
Und das Glück, das im Kleeblatt liegt, hatte Leonhard Büttner nun wirklich …

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